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Kolumbien: Politisches Porträt

09.03.2020 - Artikel

Kolumbien ist noch immer von einem mehr als 50 Jahre währenden Konflikt geprägt, der über 200.000 Tote gefordert und rund 6,8 Millionen Kolumbianerinnen und Kolumbianer zu Binnenflüchtlingen gemacht hat. 2016 unterzeichnete der damalige Präsident Santos mit der größten Guerillagruppe FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) ein Friedensabkommen, das sich jetzt in der Umsetzungsphase befindet. 

Friedensgespräche mit der ELN-Guerilla wurden nach einem schweren Anschlag in Bogotá im Januar 2019 von der Regierung beendet. 

Zunehmende Bedrohung geht heute von neuen kriminellen Banden aus, die sich zum Teil aus früheren Paramilitärs rekrutieren. Hinzu kommen ELN und Dissidenten der FARC, die sich dem Demobilisierungsprozess nicht angeschlossen haben. Diese Gruppen finanzieren sich größtenteils durch Drogengeschäfte. Kolumbien zählt zu den Ländern mit der größten Kokainproduktion. Insgesamt ist das Gewaltniveau im Land zwar stark gesunken. Ein aktuelles Problem stellen aber Morde an Personen dar, die sich in den von Organisierter Kriminalität beherrschten Gebieten für soziale Belange oder Schutz der Menschenrechte einsetzen.

Eine große Herausforderung bildet zudem der anhaltende Zustrom venezolanischer Flüchtlinge und Migranten nach Kolumbien.

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