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Kolumbien: Politisches Porträt

21.10.2019 - Artikel

Kolumbien ist noch immer von einem mehr als 50 Jahre währenden Konflikt geprägt, der über 200.000 Tote gefordert und rund 6,8 Millionen Kolumbianerinnen und Kolumbianer zu Binnenflüchtlingen gemacht hat. 2016 unterzeichnete der damalige Präsident Santos ein Friedensabkommen mit der größten Guerillagruppe FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia). Das Abkommen befindet sich in der Umsetzungsphase. 

Friedensgespräche mit der ELN-Guerilla wurden nach einem schweren Autobombenanschlag auf eine Polizeischule in Bogotá im Januar 2018 von der Regierung beendet. 

Zunehmende Bedrohung geht heute von neuen kriminellen Banden aus, die sich zum Teil aus früheren Paramilitärs rekrutieren. Hinzu kommen ELN und Dissidenten der FARC, die sich dem Demobilisierungsprozess nicht angeschlossen haben. Diese Gruppen finanzieren sich großteils durch Drogengeschäfte. Kolumbien zählt zu den Ländern mit der größten Kokainproduktion. Insgesamt ist das Gewaltniveau im Land jedoch stark gesunken. Ein aktuelles Problem stellen Morde von Schwerkriminellen an Personen dar, die sich in den von Drogen- und Gewaltkriminalität beherrschten Gebieten für soziale Belange oder Schutz der Menschenrechte einsetzen.

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