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Deutschland und Kolumbien: Bilaterale Beziehungen

30.09.2021 - Artikel

Zwischen Deutschland und Kolumbien bestehen freundschaftliche und zunehmend enge Beziehungen, zu denen politischer Dialog, deutsche Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und entwicklungspolitische Zusammenarbeit beitragen. 

Deutschland ist mit einem Handelsvolumen von 2,5 Mrd. Euro (2019) fünftgrößter Handelspartner Kolumbiens und größter Handelspartner innerhalb der EU im Rahmen eines Freihandelsabkommens (seit 2013). Einige deutsche Großunternehmen sind mit  Produktionsstätten in Kolumbien vertreten, die Deutsch-Kolumbianische Industrie- und Handelskammer verzeichnet über 300 Mitglieder.

Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sind folgende Kernthemen: Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt, Verantwortung für unseren Planeten - Klima und Energie, Schutz unserer Lebensgrundlagen - Umwelt und natürliche Ressourcen. Im Dezember 2020 wurden 509,3 Mio. Euro für neue Vorhaben der technischen und finanziellen Zusammenarbeit (Zuschüsse und Kredite) zugesagt. 

Deutschland leistet zudem humanitäre Hilfe für vom internen Konflikt betroffene Menschen sowie für Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten aus Venezuela und unterstützt darüber hinaus auch staatliche Institutionen. Im Bereich des humanitären Minen- und Kampfmittelräumens zielt die deutsche Förderung auf Ausbau ziviler Kapazitäten, Untersuchung der Kontaminierung und Räumung sowie Minenopferfürsorge und Gefahrenaufklärung. 

Deutschland hat den Friedensprozess mit der ehemaligen FARC-Guerilla von Anfang an aktiv mit verschiedenen Maßnahmen sowohl auf nationaler Ebene als auch in den Regionen unterstützt. 

Zudem fördert Deutschland mit öffentlichen Mitteln Einrichtungen, die durch ein sehr umfangreiches Engagement einen Beitrag zur Stärkung der zivilgesellschaftlichen Friedensarbeit in Kolumbien leisten. 

Die wissenschaftlichen Beziehungen sind eng. Davon zeugen rund 3.500 kolumbianische Studierende an deutschen Universitäten sowie mehr als 260 Hochschulkooperationen, der Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern/Dozierenden und die Zusammenarbeit im Rahmen von Stipendienprogrammen. 

Tragende Säulen der akademischen Beziehungen bilden das Exzellenzzentrum für Meereswissenschaften CEMARIN und das Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut (CAPAZ). 

Weitere Informationen

Kolumbien ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Schwerpunkt der kolumbianisch-deutschen Zusammenarbeit ist die Friedensentwicklung und Krisenprävention. Mehr dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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